Die Kleidergrößen-Lüge & was sie aus uns macht

Hallo ihr Lieben, 


heute möchte ich ein paar Gedanken anstelle eines Outfits mit euch teilen. Wie ihr anhand des Titels schon lesen konntet, geht es um Kleidergrößen. Viele Blogger posten derzeit ihre Gedanken über dieses Thema, auch in anderen Medien ist es gut vertreten.

Doch worum genau geht es hier eigentlich? Das Thema Kleidergröße ist eigentlich nicht erst seit gestern präsent, sondern begleitet uns bereits die ganze Zeit. Ich habe festgestellt, dass ich eigentlich gar keine Kleidergröße habe. Natürlich kann ich sagen, dass ich eine Hose meistens in 46 finde. Jacken passen mir oft in 44, ich habe aber auch welche in 46 & 48 im Schrank hängen. Doch diese Größen kann ich nicht immer kaufen, und sicherlich auch nicht überall. Kaufe ich zum Beispiel bei H&M ein Kleid in L, würde mir ein Kleid der selben Größe sicher nicht bei Vero Moda passen, einfach, weil die Kleider dort generell ganz anders geschnitten sind und die L mehr wie eine kleine M ausfällt.

Leider gibt es viel zu viele Labels, die ihre Kleidung gezielt kleiner produzieren, doch was dabei mit der Psyche der Kunden angerichtet wird, ist von geringer Interesse. Dass nicht jede Kleidung gleich ausfallen kann ist mir bewusst. Außerdem habe ich auch schon lange aufgehört mich darüber aufzuregen, dass ich in manchen Läden mit einer L hinkomme und in anderen mit einer XXL. Doch nicht jeder kann damit so gut umgehen.

Viel zu oft erlebe ich Frauen in Umkleidekabinen, die sich über sich selber ärgern, deprimiert sind und keine Lust mehr haben, noch ein weiteres Teil anzuprobieren. Auch ich habe bereits mal meine Grenze erreicht und einer Verkäuferin Latzhosen auf den Tresen geknallt, die mir noch nicht mal in 52 gut passen wollten (meine aktuelle von Sheego ist mir sogar bereits in 46 etwas zu groß!!). Warum, fragt ihr euch jetzt vielleicht, regte ich mich damals auf, wobei es mir doch egal sein könnte. Naja das ist ganz einfach, Irgendwo ist schließlich auch die Grenze erreicht, Es kann ja immer mal passieren, dass man um die eine oder andere Größe abweicht, jedoch nicht um so viele (genau genommen um vier!!). Gut, dass ich weiß, was ich sonst immer trage, dachte ich damals nur, und ging aus dem Laden raus.

Leider passiert sowas jeden Tag doch was dabei mit einem selber in so einer Situation passiert, zeigt sich erst mit der Zeit. Man wird unsicherer, verliert den Spaß am Shoppen und gleichzeitig ein kleines bisschen Selbstbewusstsein. 

Sicherlich würde es schwierig sein, jedem Label zu erzählen, wie es ihre Kleidung produzieren soll und dass zum Beispiel eine gewisse Norm eingeführt werden sollte, damit jeder Körpertyp gleichberechtigt ist. Aber man kann am anderen Ende anfangen und sich an die Kunden richten. Damit möchte ich vermitteln, dass egal welche Größe euch letztendlich am besten passt, es viel wichtiger ist auf euer Körpergefühl zu hören. Wenn ihr euch gut fühlt, ist die Größe auf dem Etikett letztendlich total egal. Ich würde mir wirklich wünschen, dass man nicht mehr nur nach Kleidergrößen einsortiert wird, denn dieser Weg ist mehr als falsch. 


Wie denkt ihr über dieses Thema? Wie geht ihr mit solchen Situationen am besten um oder ist euch auch schon sowas passiert? Ich freue mich über eure Kommentare :)


Eure Sophia 

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