Übers älter werden, alltägliche Gedanken und Zukunftspläne.


Nächsten Monat ist es wieder soweit... Ich habe Geburtstag. "Schon wieder", denke ich mir, wenn ich über diesen Tag nachdenke. Es ist doch so, dass man in jedes neue Lebensjahr mit gewissen Erwartungen, Vorsätzen oder Zielen reingeht. Und wenn ich mal ganz realistisch die letzten Jahre Revü passieren lassen, kam es am Ende oft ganz anders, als ich es mir vorgestellt habe. 


Also während ich so vor mich hin studiere und meine Freizeit dem Jobben und Bloggen widme, habe ich das Gefühl, dass mir die Zeit davon rennt. Ich habe noch so viel vor, so viele Pläne, die in meinem Kopf sitzen und noch nicht umgesetzt werden können. Ich möchte noch so viel Reisen, am liebsten jeden Monat woanders hin. Ich möchte Bücher lesen, die seit Monaten in meinem Bücherregal liegen, ich möchte wieder mehr Sport machen und noch so viele verschiedene Kurse besuchen, ich möchte noch so viele Outfits shooten, bevor der Herbst beginnt und ich möchte gerne mal wissen, wie all die anderen Menschen es hinkriegen, so viel Zeit für all diese Dinge in ihren Alltag einzubringen. 



Wenn ich über meine Zukunft nachdenke, beschränke ich mich meistens auf die kommenden fünf Jahre. Immerhin sind diese sehr entscheidend für mich und meine folgende Laufbahn. Während ein paar meiner Freunde schon an's Heiraten denken oder gar verheiratet sind, muss ich erstmal einen Job bekommen, mit dem ich mir meine Traumhochzeit finanzieren könnte. Aber.. wenn ich ganz ehrlich bin, würden meine ersten Gehälter wohl eher für eine schicke größere Wohnung, neue Möbel, ein Auto und ein paar Tage Urlaub in den Staaten drauf gehen. Alles Dinge, die ich mir so gerne leisten möchte, wenn ich erstmal arbeite. Für Familie, ein Eigenheim und eine große Hochzeit ist da noch nicht so viel Platz.. zumindest nicht in den nächsten fünf bis sieben Jahren. 


Ich finde, dass diese Zeit auch gar nicht mehr so lange ist und dass ich meine 20er auch noch genießen sollte. Manchmal ecke ich mit diesem Gedanken an, bekomme gesagt, dass Familie doch wichtig und etwas schönes ist. Doch soll man nicht das tun, was einen erfüllt und glücklich macht? Wenn es doch nicht mein Wunsch ist, mit Ende 20 Hausfrau und Mutter zu sein, dann ist das doch völlig okay. Immerhin studiere ich nicht jahrelang, um am Ende zuhause anstatt in meinem Beruf zu sein. Und wenn ich mit mir selber noch einiges ausmachen und mich finden muss, wie soll ich dann voll und ganz für eine ganze Familie da sein? Es ist möglich, jedoch keine Option. Viel wichtiger ist es, dem nachzugehen, was dich glücklich macht und erfüllt und nicht, was die Gesellschaft für richtig hält.



Nächsten Monat werde ich 24. Und ich bin nun endlich bereit für dieses neue Lebensjahr, mit all seinen Erfolgsgeschichten und Hürden, ich bin bereit für all die neuen Herausforderungen, die es mit sich bringt und ich werde meine Ziele weiterhin verfolgen und weiterhin das machen, was mich glücklich macht. Ich möchte der Mensch bleiben, der ich bin und mich zu dem Menschen entwickeln, der ich sein möchte. Und ich habe noch so viel vor, bis ich 25 werde.


"Die 20er sind die besten Jahre", sagt meine Mutter mir immer, "da habe ich so viel erlebt und machen können, nutze diese Jahre. Wenn du erstmal 30 wirst, wird sich noch vieles ändern." - Danke Mama, das werde ich.


Eure Sophia


Hat dir mein Post gefallen? Dann teile ihn doch mit anderen.. 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0